Pflanzen brauchen Nährstoffe, um zu wachsen. Diese sind in Form von Mineralsalzen im Boden enthalten. Vor allem Stickstoff, Phosphor und Kalium sind wichtig für den Stoffwechsel einer Pflanze und werden für den Aufbau von Eiweißen, Enzymen und Chlorophyll benötigt. In der freien Natur verrottet organischer Abfall und die darin enthaltenen Nährstoffe werden im Boden freigesetzt. Über ihre Wurzeln können Pflanzen diese Nährstoffe aufnehmen und verarbeiten. Die Natur versorgt sich also selbst. Doch wie sieht es im eigenen Garten aus?
Der Nährboden im Garten
Im eigenen Garten ist die Situation etwas anders: Hier werden Pflanzen als Nahrungsmittel angebaut, nichts wächst einfach so vor sich hin. Was verrottet, wird entsorgt. Wer dann noch ständig die gleichen Pflanzen anbaut, entzieht dem Boden auf Dauer wichtige Nährstoffe. Obwohl eine Pflanze für lange Zeit auch ohne Nährstoffe auskommt, stellt sie ab einem bestimmten Zeitpunkt das Wachstum ein und verwendet die Nährstoffe für überlebenswichtige Prozesse. Dauert dieser Zustand an, treten Mangelerscheinungen auf; am Ende stirbt die Pflanze. Um diesen Prozess zu verhindert, erhält die Pflanze die für sie wichtigen Nährstoffe über ein Düngemittel.
Verschiedene Arten von Düngemitteln
Organischer Dünger besteht überwiegend aus natürlichen Abfallstoffen pflanzlichen und tierischen Ursprungs. Die wohl bekannteste Art ist der Kompost. Er besteht aus Gartenabfällen wie Laub, Rasenschnitt und Pflanzenteilen, aber auch aus organischen Küchenabfällen wie Eierschalen oder Gemüseresten. Auch Kuhdung und Pferdemist sind häufig gebrauchte Düngerarten. Da organischer Dünger langsamer wirkt als anorganischer Dünger, wird er in größeren Mengen verwendet. Die Freisetzung der Nährstoffe erfolgt erst nach und nach. So wird der Boden vor einer Überdüngung geschützt.
Anorganischen Dünger, auch Mineraldünger genannt, ist nährstoffreicher als organischer Dünger. Er besteht ebenfalls aus natürlichen Rohstoffen, wird aber chemisch hergestellt. Als Granulat, Pulver oder in flüssiger Form ist er im Handel in verschiedenen Arten erhältlich; so ist eine schnelle und gezielte Hilfe für schlecht versorgte Pflanzen möglich. Mineraldünger ist wasserlöslich. So gelangen seine Nährstoffe schnell in den Boden und können direkt von der Pflanze aufgenommen werden, Erfolge sind schon nach kurzer Zeit sichtbar. Bei falscher Anwendung jedoch wird der Boden schnell überdüngt. Hierbei können die Wurzeln der Pflanze verbrennen. So kann sie sich nicht weiter versorgen und stirbt ab.
Welcher Dünger ist der bessere?
Wer schnelle Hilfe benötig, ist mit anorganischem Dünger besser bedient, da er schnell und gezielt wirkt. Trotzdem kann auch der beste Gärtner nie genau wissen, in welchem Maß seinen Pflanzen bestimmte Nährstoffe fehlen. Häufig wird zuviel Mineraldünger verwendet, die Pflanze wird überdüngt und stirbt. Zusätzlich kann es passieren, dass der Boden mit giftigen Metallen belastet ist, die von den Pflanzen aufgenommen werden und so ihren Weg in das Nahrungsnetz finden. Wer also häufig Dünger einsetzt, sollte lieber auf organischen Dünger zurückgreifen.

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